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Modellstadt Mannheim

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Der Modellversuch

Das Projekt „Modellstadt Mannheim“ ist eines der sechs Teilprojekte, das im Rahmen des Technologiewettbewerbs „E-Energy“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ausgezeichnet wurde und vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Die Projektpartner unter Leitung des Energieversorgers MVV Energie befassen sich bereits seit geraumer Zeit mit der dezentralen Energieerzeugung, nachfrageabhängigem Energiemanagement und dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zur Energieeffizienzsteigerung. Diese Erfahrungen fließen jetzt in das Projekt „Modellstadt Mannheim“ ein, in dem sie gezielt zu einem Energiemarktplatz weiterentwickelt werden. Mit einer Reihe von Feldtests in Mannheim und Dresden werden technische Machbarkeit und kundenfreundliche Umsetzung mit 3.000 Endkunden der beteiligten Energieversorger (MVV Energie, DREWAG Stadtwerke Dresden) erprobt.

Der virtuelle Energiemarktplatz

Zentrales Ziel des Projektes ist die Steigerung der Energieeffizienz durch den Aufbau eines virtuellen Energiemarktplatzes für Energieerzeuger, -verbraucher und -netzbetreiber. Auf dem neuen Energiemarktplatz wird es dem Kunden möglich, Herkunft und Preis seines Stroms zu erkennen und direkten Einfluss darauf zu nehmen. Mit neuen Energiediensten erhält der Verbraucher die Möglichkeit zur Energieeinsparung und zum effektiveren Energieeinsatz, um damit auch einen Beitrag für unsere Umwelt zu erbringen. In einem Multisparten-Ansatz (Strom, Gas, Wasser, Fernwärme) werden neue Geschäftsmodelle und Anreizsysteme sowie Wege zu einer stabilen Netzsteuerung untersucht. Der Projektpartner IBM entwickelt die serviceorientierte CORE Plattform, die es erlaubt, unterschiedliche Teilnehmer auf einfache Art und Weise in die bestehenden Prozesse und damit in die angestrebte Gesamtlösung für einen virtuellen Energiemarktplatz zu integrieren.

Die Kommunikation zwischen den Modellkunden und dem Energiemarktplatz erfolgt über das echtzeitfähige Breitband-Powerline-System des Mannheimer Projektpartners Power Plus Communications. Durch die Nutzung des Stromnetzes zur Datenübertragung entsteht in den Projektstädten ein „Internet der Energie“. Die Kunden erhalten für ihr Energiemanagement einen so genannten „Energiebutler“, der von ISET und Papendorf SE weiterentwickelt wird. Die Universitären und institutionellen Forschungspartner (Universität Duisburg-Essen, ISET in Kassel, ifeu in Heidelberg, und IZES in Saarbrücken) werden im Projektverlauf die neuen Technologien testen, Geschäftsmodelle entwickeln und untersuchen, wie neue Energiedienste für die Kunden aussehen können. Zudem ermitteln sie, ob es auch Entlastungen für die Umwelt gibt.